Die Blockflöte, im Italienischen flauto dolce, „süsse Flöte“, genannt, löst bei vielen Menschen Gefühle von Sanftheit und der Idylle, oftmals der Hirtenidylle, aus. In Bachs Kantaten begleitet sie oft Arien und Chöre, die von Leid und dessen Überwindung erzählen, auch als Künderin des Todes oder zur Totenklage findet sie Verwendung.
In Händels Opern erklingt sie als Trösterin, als Begleiterin des Menschen in Not.
Der sanfte, schlichte Klang, der von grosser Innigkeit sein kann, rührt viele Menschen in ihren tiefsten Gefühlen an, weckt oft auch Kindheitserinnerungen.
Sehr zu Unrecht wird die Blockflöte heute noch zur musikalischen Grundschulung missbraucht, wofür dieses höchst anspruchsvoll zu spielende Instrument völlig ungeeignet ist. Ein schriller, hochfrequenter, schlecht intonierter Klang ist die Folge und beschert der Blockflöte oftmals ein schlechtes Image. Gar manches Kind wird durch diesen falschen Weg der ersten musikalischen Erfahrung vom weiteren Musizieren abgehalten.
Ein versierter Spieler dieses Instruments spielt vom Bass bis zum Sopranino alle Register
und darf so die Klangwelt der Blockflöte in grosser Vielfalt erleben. Auch das Lustige, Witzige ist diesem Instrument eigen, so erinnern hohe Blockflöten oft an Vogelgezwitscher, etwa bei Vivaldi oder in englischen Vogelstücken des Barock. Die Verbindung zur faunischen Natur und Sinnlichkeit ist durch das Holz, den Gebrauch der Luft und durch die Form des Instruments gegeben.
bitte beachten sie weiter unten auch den neuen, anständigen lebenslauf!
pius strassmann ist zur welt gekommen. er hat seine gebete vor dem einschlafen immer gesungen, bis er im zarten alter von zehn jahren damit aufhörte. musik hat er immer schon gemocht, noch heute singt er bei allen möglichen und unmöglichen gelegenheiten, beispielsweise auf dem fahrrad. der blockflötist hat eine unglaubliche schwäche für joghurt, frucht- und natur-! er pflegt mit vorliebe nach zweiundzwanzig uhr mehrere davon auf das sinnloseste zu verspeisen.
bestimmt interessieren sie sich für den studiengang des musikers:
er hat weder an der hochschule für musik und darstellende künste berlin, noch an der scola cantorum basiliensis wirklich studiert. auch in holland, wo sich jeder anständige blockflötist ein wenig weiterbildet, (kees boeke, marion verbruggen!) war er nie. er hat noch nie mit ton koopman, william christie oder marc minkowski musiziert, auch nicht mit ensembles wie il giardino armonico, freiburger barockorchester oder hesperion xx. das können sie alles vergessen!
an den lucerne concerts ist er noch nie aufgetreten, ebensowenig in der carnegie hall new york oder im musikverein wien.
er hat aber einen kollegen, von dessen exfrau eine entfernte freundin ihres vaters nikolaus harnoncourt in einer grossen schweizer stadt über die strasse gehen sah. übrigens bei rot! was soll man denn davon halten!
allerdings ist dies auch schon 12 jahre her.
der musiker hat weder den innerschweizer kulturpreis bekommen, noch höchstes lob für seine cd's geerntet, er hat nämlich keine einzige veröffentlicht.
schon in sehr jungen jahren trat er mit einer lieben freundin die gitarre spielt an einer hochzeitsfeier auf, und bekam dafür eine milchschokolade, die mit einem fünfliber beklebt war. dieser auftritt und die damit verbundene gage darf mit fug und recht als erster früher höhepunkt einer hoffnungslosen karriere bezeichnet werden.
obenstehener text hat, seit er auf dieser homepage steht, für viele reaktionen gesorgt, er ist eigentlich der teil der homepage, auf den ich am meisten angesprochen wurde. die allermeisten reaktionen waren erheitert und erfreut, einige wenige, interessanterweise ausschliesslich jene von blockflötistinnen und blockflötisten, waren mehr oder weniger verärgert, was ja, meines irrelevanten erachtens, ein interessantes licht auf das allgemein gängige selbstwertgefühl dieser instrumentalistengruppe wirft.
sei es so. ich liefere hier also nun noch einen anständigen lebenslauf nach, welchem der eine oder die andere interessante informationen über die tatsächliche gesellschaftliche positionierung meiner person mittels arbeit, das interessengebiet nummer eins der allermeisten leute im bezug auf mitmenschen, (wobei hier wohl die bezeichnung gegenmenschen eher am platze wäre) zu entnehmen hoffen darf:
ich spiele konzerte vor allem in der region luzern, seit einigen jahren vor allem eigene projekte in meinem atelier für musik & kinesiologie jeweils für eine kleine gruppe von 40 personen, die sich für diese anlässe wegen des beschränkten platz-angebotes via e-mail anmeldet.
möchten sie zu diesen anlässen auch eingeladen werden,
bediene ich sie gerne via e-mail mit den programmen,
melden sie sich unter kontakt.
die interaktion mit kleinen publikumsgruppen interessiert mich immer mehr, darum bespiele ich gerne kleine sääle, wie eben mein atelier, die heilig-geist-kapelle luzern, oder die matthäuskirche luzern.
meine ständigen musikalischen partnerInnen sind:
thomas goetschel, viola da gamba / die besetzung blockflöte und gambe hat ihren besonderen reiz. frühbarocke und hochbarocke musik, reduziert auf die essenz der asketischen linienführung, entfaltet eine neue sinnlichkeit, die sich erst in der seele des hörenden entfaltet, wenn es ihm gelingt, sich dem kargen zu öffnen und reichtum zu finden. thomas ist ein humorvoller und tiefsinniger mensch, ein grosser musiker, ein guter freund. danke, thomas!
eva meyer-hagberg, cembalo / partnerin für duo projekte im barockbereich, sei es zu zweit im atelier, beispielweise im adventskonzert, das wir fast jedes jahr durchführen, oder auch als cembalistin in grösseren gruppen, wie im jahreskonzert in horw, das immer am dreikönigstag stattfindet. evas spiel ist geprägt von grösster einfühlung für ihre partner und grossem harmonischen verständnis. seit diesem jahr bilde ich mich auch auf dem cembalo weiter bei eva. danke, eva!
maria karrer, violine / mit maria begebe ich mich auf die spuren der improvisation, projekte zu texten und lyrik packen uns immer wieder. zur zeit planen wir einen abend zu tankas von erika burkart, zusammen mit christiane moreno. von maria lerne ich, das material nicht zu verschleudern in der improvisation, und das wenige in die tiefe auszuloten- reichtum zu erfahren. danke, maria!
hans ries, marimba und perkussion / mit hans habe ich wunderbare improvisationsprojekte gespielt, beispielsweise in der heilg geist kirche bern, zusammen mit markus amrein, der meister eckhart-texte las. dieses konzert ist auch als cd dokumentiert, siehe unter „home“.
wir planen, unsere konzert-tätigkeit zu intensivieren, einerseits mit improvisation, andererseits mit einem van-eyck projekt, das diese perlen der blockflötenliteratur perkussiv in neuem licht beleuchten soll. hans ist ein tiefsinniger mensch mit grosser kraft. ich freue mich, mit ihm auf dem weg zu sein. danke, hans!
christiane moreno, sprache / christiane ist eine leidenschaftliche und erfahrene interpretin von texten, insbesondere lyrik. eines unsere letzen projekte war „ihr von der ohrensprache“, texte autistischer schrifstellerinnen und improvisationen. dieses programm haben wir im atelier und am wildwuchsfestival basel mit viel berührtem und teilnehmendem publikum aufgeführt. ich möchte es gerne wieder spielen, denn es ist ein sehr schönes, berührendes programm. oftmals zusammenarbeit mit maria karrer und mir, so haben wir unter vielen andern ein programm zum 1. november mit einem grossen text der kaschnitz gespielt. christiane ist nicht stimmgewaltig, sondern stimmfriedlich. danke, christiane!
martin heini, orgel / mit martin spiele ich seit vielen jahren das konzert zum dreikönigstag in der pfarrkirche st. katharina in horw, immer unter einbezug befreundeter musiker, wie matthias jäggi, viola, maria c. schmid, sopran, eva borhi, barockvioline, peter barczi, barockvioline. dieses konzert bedeutet mir sehr viel, weil ich dort immer mit freunden das jahr musikalisch eröffnen kann, und martin ein höchst geistreicher und musizierfreudiger partner an der orgel ist. wir spielen auch ab und zu in gottesdiensten in horw. danke, martin!
joseph röösli, orgel / mein erstes konzert mit ihm gab ich vor 32 jahren, und noch immer spielen wir zusammen, als nächstes telemann-sonaten und improvisationen im rahmen der hitzkircher orgelnacht. joseph war mein förderer und lehrer, mit dem mich eine alte freundschaft verbindet, die noch immer jung geblieben ist. seine vitalität und offenheit für begegnungen jeder art ist beeindruckend. danke, joseph!
regina freiburghaus, yvonne kane, marta mahnig, blockflöte / diese drei frauen und ich haben vor kurzem ein quartett gegründet, wir debutieren mit konzerten für 4 altblockflöten und b.c in diesem herbst. es macht spass, in dieser formation zu spielen und das quartettspiel mit so engagierten und inspirierten kolleginnen zu pflegen. wir sind noch auf der suche nach einem guten namen. danke, regina, yvonne, marta!
franz schaffner, dirigent und organist / mit franz spiele ich immer wieder in der franziskanerkirche luzern, auf der mitteltönigen chororgel, oder auf der grossen hauptorgel, in gottesdiensten, schon oft zur mitternachtsfeier an weihnachten, oder auch in abendmusiken zur franziskanern. zusammen mit yvonne kane spiele ich auch im bach-ensemble luzern, das sich seit jahren der wunderbaren aufgabe widmet, bachs kantatenwerk aufzuführen, meines erachtens das hinreissendste oeuvre, das von einem menschlichen geist je komponiert wurde. franz leitet dieses ensemble. mit ihm zu musizieren, seine virtuosität und blitzschnelle reaktion auf jeden musikalischen einfall zu erleben, macht mir grosse freude. er reagiert auf meine spielideen, bevor sie mir bewusst geworden sind! danke, franz!
christian sager, tonmeister / christian nimmt immer wieder konzerte von mir auf, (insbesondere konzerte in horw) seine hingabe an die perfektion des klanges und sein unbestechliches ohr helfen mir, wieder neu auf mein instrument zu hören. wir haben eine kleine demo-cd eingespielt mit improvisationen auf verschiedenen blockflöten, ein grösseres cd projekt ist in planung. ich freue mich sehr, meine klänge in solcher transparenz und schönheit gespiegelt zu hören. danke, christian!
ich spielte unter anderem an folgenden orten und in folgenden zyklen:
- hitzkircher konzert zyklus
- musik zu st. katharina horw
- schlosskonzerte spiez
- musikpodium zürich
- forum neue musik luzern
- abendmusik franziskanerkirche luzern
- predigerkirche zürich
- wildwuchs festival basel
- bach-ensemble luzern
- i commedianti luzern
- offene heilig-geist kirche bern
- kunstkeramik ebikon
- abendmusik willisau
- stadtbibliothek luzern
- klangraum heiligkreuz
- kultur i de braui hochdorf
- barocker mai 2001
- seetaler poesiesommer
- bachfestwochen amsoldingen
- jugendstilhotel paxmontana
- neues theater am bahnhof dornach
- romerohaus luzern
- matthäuskirche luzern
