12. herbstkurs für blockflöte 2011
„es klang in der zeitung“
improvisation und komposition
im atelier für musik & kinesiologie
Teile des Kurses evtl. auch in einem grösseren Raum in der Nähe
Kursleitung: Pius Strassmann
Ein barockes Ensemble-Stück für Blockflöten (Suite oder Sonate, wird nach Anzahl der Teilnehmenden ausgesucht) wird mit freier Improvisation auf der Blockflöte konfrontiert. Zur Improvisation arbeiten wir mit einem Material, vermutlich Zeitungspapier, welches klanglich und szenisch eingesetzt wird.
Wir kreieren einen Ablauf, den wir am Schluss aufführen. (Werkstattaufführung im kleinen Kreis)
Pro Tag gibt es zwei technische Blöcke, in denen auch an den Techniken für die Improvisation gearbeitet wird. Musik-Kinesiologische Arbeit rundet den Kurs ab und bezieht die Körperarbeit mit ein.
Zielgruppe:
Der Kurs ist für alle Interessierten offen, die meine Arbeitsweise kennen.
Durchführung ab 4 Personen geführt. Es können nicht mehr als 8 Personen teilnehmen.
Mitbringen:
Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bassflöten, möglichst 440 und 415, einfach, was vorhanden ist. Trinkflasche, warme aber lockere Kleidung
Daten und Zeiten:
Donnerstag, 13. Oktober 10 - 12 / 14 – 17.30
Freitag, 14. Oktober 10 – 12 / 14 – 17.30
Samstag, 15. Oktober 10 – 12 / 14 – 17.00 Werkstatt-Konzert: 18.00 – 19.00
Die Nachmittage enden zwischen 17 Uhr und spätestens 17.30
Im Nachmittagsblock sind 30 Min. Pause bei Tee und Kuchen vorgesehen.
Kosten pro Person bei:
4 Personen: Fr. 380.-
5 Personen: Fr. 340.-
6 Personen: Fr. 320.-
7 Personen: Fr. 310.-
8 Personen: Fr. 300.-
Anmeldeschluss:
Bis 10. September an piusstrassmann(at)sunrise.ch
Die Anmeldung wird als verbindlich betrachtet.
Teilnahme werde ich nach Zustandekommen des Kurses (4 Personen) bestätigen.
inhaltsverzeichnis
kurs 1: barockmusik im spiegel der improvisation
kurs 2: altblockföte und bewegung - bewegung und altblockflöte
kurs 3: zur wechselwirkung von stimme und altblockflöte
kurs 4: die blockflöte in der musik unseres jahrhunderts
kurs 5: atmung, klang und körper
kurs 6: jacob van eyck und seine zeit im spannungsfeld zur improvisation
kurs 7: kreativer musikunterricht
kurs 8: divisions upon a ground - der grund auf dem wir uns bewegenkurs 1: barockmusik im spiegel der improvisation
im kurs spielen wir mehrstimmige literatur des barock. (ungefähr aus der zeit von 1650-1750) die musik wird als ausgangspunkt für die improvisation genommen, oder auch umgekehrt: so entsteht aus der komponierten musik mit hilfe von improvisierten klängen, geräuschen... etwas neues. wir improvisieren auch mit materialien, z.b. mit wasser, plastiktaschen, aepfeln, unserem körper, einfach mit allem, was nicht als musik-instrument gilt. wir bringen sozusagen die welt zum klingen:musik im weitesten, sinnlichsten sinn! die komponierten und improvisierten teile werden verflochten, ergänzen sich, konkurrenzieren und spiegeln sich...
zudem spielt jede kursteilnehmerin ein kurzes solistisches stück, welches ebenfalls improvisierend, alleine und auch unter einbezug der gruppe, erweitert werden soll.
als basis unserer arbeit beschäftigen wir uns mit dem atmen. elemente der musik-kinesiologie fliessen in die kursarbeit mit ein.
kurs 2: altblockföte und bewegung - bewegung und altblockflöte
nebst dem einbezug des körpers ins musizieren und des erlebens von bewegung zu musik, geht es auch um das bewusste erleben musikalischer bewegung und der durch sie ausgelösten seelischen bewegung! ein wichtiges element dieses kurses ist das gehen in verschiedensten formen, um seinen inneren puls spüren zu lernen, ihn auszudrücken und in ihm verankert frei zu musizieren. viele übungen, die wir einerseits selbst entwickeln, andererseits aus der musik-kinesiologie holen, werden unseren kurs bewegt und anregend machen! die literatur ist einfach und grundsätzlich nicht mehr als dreistimmig gehalten. viele atem- entspannungs- und energieübungen, interaktionsformen, in denen es zu begegnungen des einzelnen mit der gruppe und der stimme mit dem instrument kommt, runden diesen kurs ab.
ein bewegter und bewegender kurs!
kurs 3: zur wechselwirkung von stimme und altblockflöte
in diesem kurs wird viel gesungen, die stimme dient als basis für ein gutes blockflötenspiel (und umgekehrt!). wir singen lieder, spielen sie nachher auf dem instrument, verbinden singen und spielen und entdecken so eine faszinierende zweistimmigkeit... gesang wird eingesetzt als basis einer natürlichen und stimmigen interpretation. improvisation mit stimme und instrument, inneres singen und hören wird entwickelt und geschult. im literaturteil werden, nebst einfachem liedmaterial und vielen kanons, das concerto in f von telemann für vier altblockflöten , sowie das concerto in d für 5 tenorblockflöten von boismortier (kann auch auf altblockflöten musiziert werden) erarbeitet. einbezug des körpers und der musik-kinesiologie.
kurs 4: die blockflöte in der musik unseres jahrhunderts
dieser kurs richtet sich an alle, die sich eingehender mit den technischen möglichkeiten ihres instruments befassen möchten, und die seit einigen jahren blockflöte spielen. wir werden uns in improvisationen und kompositionen mit den neuen notations- und spielformen der letzten hundert jahre beschäftigen, die unserem instrument ein fülle von spannender und guter literatur beschert haben. der zugang zu neuen techniken soll auch in eigenen spielstücken und improvisationsformen entdeckt und gepflegt werden. dafür anleitung zu geben und mut zum experiment auszulösen, ist ein wichtiges ziel dieses kurses. mittels ein- und mehrstimmiger werke werden wir uns den klangwelten der gegenwart nähern. damit dies unter möglichst wenig stress geschieht, werden wir uns mit dem funktionieren unseres körpers und unserer atmung beschäftigen, uns in eine gute spannung einpendeln, um frei musizieren zu können. wir werden auch werke von cd oder von kursteilnehmerinnen anhören und besprechen.
kurs 5: atmung, klang und körper
- arbeit an atmung und klang, unter anderem mit hilfe der musik-kinesiologie und mit bewegungsarbeit, beeinflusst durch die feldenkrais- und alexander- technik.
- verhältnis körper - blockflöte, wahrnehmunsschulung mittels improvisationen.
- körperbewegung als unterstützung oder in opposition zum musikalischen ausdruck: beobachtungen und versuche.
- gelerntes umsetzten an einfachen bis mittelschweren spielstücken.
- schwerpunkt: beobachten der eigenen atmung und des körpers.
- umsetzungsanregungen für die unterrichtsarbeit mit kindern.
- bearbeitung von wünschen und anliegen der kursteilnehmer/innen zur thematik.
kurs 6: jacob van eyck im spannungsfeld zur improvisation
musik van eycks, meistens sololiteratur aus seiner umfangreichen sammlung "der fluiten lusthof" wird erarbeitet und musiziert. die einzelnen kursteilnehmerinnen bereiten stücke vor, die sie im kurs vortragen und an denen dann weitergearbeitet wird. wir werden verschiedene interpretationen von cd's hören und besprechen, oder auch verschiedene interpretationen von teilnehmerinnen auf uns wirken lassen. was haben die stücke van eycks mit improvisation zu tun? hinweise für einen kreativen, spielerischen und improvisatorischen umgang mit dieser musik. improvisation kann von dieser musik ausgehen, oder in sie einfliessen, kann historisch oder frei sein. grundlage der arbeit stellt immer eine genaue beobachtung der eigenen körperlichkeit beim musizieren dar. miteinbezug musik-kinesiologischer aspekte
kurs 7: kreativer musikunterricht
dieser kurs beschäftigt sich mit dem üben und unterrichten und ist auf dem buch "kreativität nach noten" von rosina sonnenschmidt aufgebaut. sie ist eine der gründerinnen der musik-kinesiologie und ihr buch bietet praxiserprobte übungen, die stress im musikunterricht für lehrerinnen und schüler abbauen, und hilfreich sind bei der erarbeitung von musik. die übungen sind für die pädagogen selbst ebenso brauchbar wie für ihre schülerinnen und studenten. wie übe ich freudig, sinn-voll und effizient?was bedeutet üben für mein leben? bringt es mir stress, oder baut es meine lebensfreude und kraft auf? besondere aufmerksamkeit gilt der integration von körper und geist, sowie dem arbeiten mit farben in musik-unterricht und eigenem üben. dieser kurs bietet die praktische anwendung der musik-kinesiologie für den nicht-kinesiologen, der ohne muskeltesten arbeiten will und muss, aber trotzdem zugang zu positiver lebensenergie und ganzheitlichkeit schaffen will.
kurs 8: divisions upon a ground - der grund auf dem wir uns bewegen
in diesem kurs beschäftigen wir uns mit der musikalischen form des grounds, auch division genannt. es gibt eine grosse zahl vor allem englischer grounds. diese musikalische form ist eigentlich eine variationenfolge (divisions) über den stets gleichen bass (ground). basis unserer arbeit bilden die beiden bände: „the division flute“ 1 und 2, amadeus bp 710 und 711. (bitte mitbringen) im kurs werden einzelne grounds erarbeitet, improvisiert, verfremdet, mit bewegung illustriert... wir erfinden auch eigene grounds, improvisieren ausgehend von einem ground in der gruppe, bekommen anleitung für die improvisation über einen ground.
das zweite thema des kurses ist unser körper in all seinen variationen von stehen, sitzen, liegen und bewegen (divisions!) auf dem stets gleichen boden der erde (ground!). unter anderem auf der basis des musikkinesiologischen instrumentariums werden erfahrungen mit dem eigenen körper ermöglicht. ein vertieftes verständnis der idee des grounds und seiner mikrokosmischen innenwelt, die sich in jeder verwandlung zeigt, wird so über den gebrauch und das erleben des eigenen körpers in seiner schwere und flexibilität ermöglicht. wer sich für diesen kurs anmeldet erhält anregungen, sein spiel auf dem instrument eingebettet ins spiel des eigenen körpers mit der tragenden erde zu erleben. arbeit auf dem instrument und mit dem köper sind teilweise klar in verschiedene kursblöcke getrennt, teilweise auch gegenseitig durchdrungen
