musik

 

kritik des weihnachtskonzertes 16 in rain
anzeiger michelsamt, 6. januar 2017, patrick stocker


„die barockband nascht an der droge liebe“
kritik von urs mattenberger vom dienstag, 28 märz 2017, luzerner zeitung

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trabantentaumel- improvisationen für blockflöte

eine cd im zeichen der blockflöte - einem instrument, das viele wenig ernst nehmen und mit ersten musikalischen gehversuchen im primarschulalter verbinden. zu unrecht, wie der studierte luzerner blockflötist und kinesiologe pius strassmann auf "trabantentaumel" beweist, einem album mit 22 blockflöten-stücken. die improvisationen setzen sich zusammen aus einigen mehrminütigen, jedoch vor allem kurzen stücken mit sinnigen titeln wie "gejaule", "ausbruch" oder "hysterisch". diese zeigen nicht nur die schiere bandbreite an stimmungen, tönungen und charakteristiken, zu der dieses instrument fähig ist. die klanglich wunderbare aufnahme in der zürcher kirche neumünster bringt die blockflöte so nackt und unverfälscht in die gehörgänge, dass es eine wohltat ist.

041 das kulturmagazin, 2011


... mit seinem eröffnungskonzert hat der luzerner pius strassmann mögliche vorurteile oder sonstige traumatisch besetzte erinnerungen schnell weggeflötelt. mit guter präsenz stieg er sofort ein und gestaltete einen bogen mit melodischen motiven und rhythmischen verknüpfungen, den er souverän zu ende führte. gezielt setzte er verschiedene blockflöten ein, manchmal nur sekundenweise. dennoch war keine hektik zu spüren. strassmann gestaltete seine improvisation sehr klar, mit nachvollziehbaren formen und klar definierten pausen. 

pirmin bossart, mullbau-festival für improvisierte musik, luzern, 2013


... die interpretation selbst akzentuierte noch solche unterschiede. Da setzte zum einen der blockflötist pius strassmann als überragender solist in den repräsentativen werken virtuose glanzlichter und erwies sich darüber hinaus als raffinierter rhetorischer gestalter. telemanns suite für altblockflöte und streicher profitierte nicht nur von der stupenden fingerfertigkeit des solisten. wenn strassmann etwa erregte höhepunkte mit einem vibrato akzentuierte, das den barocken trillo zur flatterzunge steigerte, wirkte die barocke affektsprache auf frappierende weise zeitgenössisch. Und in zwei arien aus händles opern rinaldo und ricardo steigerte sich der warme ton des blasinstruments in den langgezogenen noten zu einer fülle, die in der verschmelzung mit dem sopran von sara jäggi und in der akustik des kirchenraums zu verschwenderischer pracht fand ...

urs mattenberger, neue luzerner zeitung


geistvoll, und zugleich auf spielerische, ironisch-lustige weise musizierten pius strassmann (blockflöten) und thomas widmer (gambe) in aussagekräftiger, zweistimmiger polyphonie. die möglichkeiten der instrumente wurden wirkungsvoll ausgeschöpft. die blockflöte, die wegen ihres milden tones auch „flauto dolce“ genannt wird, präsentierte sich nicht nur von ihrer sanften seite. überblastechnik, flatterzunge, hauchen, pfeifen und spuckiges anblasen verliehen dem instrument eine besondere note.

heidy mumenthaler, spiezer zeitung


... alles, was man an diesem abend hörte, war etwas neues, etwas, was entweder aus dem moment entstand oder was man so noch nie gehört hatte. ... dies war jedoch nicht die einzige überraschnung in diesen werken: verblüffend gut eingeschobene improvisationen vermochten die sonaten vortrefflich zu ergänzen. überhaupt waren die improvisationen an diesem abend immer sehr gut eingebettet in einen zusammenhang und passend nicht zuletzt deswegen, weil barocke musik – etwa in der gattung der fantasie – selber auch etwas improvisatorisches hat.

nicole bucher, neue luzerner zeitung


... pius strassmann spielte tastend und experimentierend mit den
barockvorlagen, als wären sie noch formbares material ...

urs mattenberger, neue luzerner zeitung

 

 

 

lyrik

besprechung von „blauklang“ durch beat mazenauer auf viceversaliteratur.

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zur vernissage von blauklang im herbst 16 in der loge luzern, max christian graeff

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„blauklang & portrait"

patrick hegglin, 041, das kulturmagazin, september 16

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"klirrenden bilder“ - besprechung des  lyrikbands „erdbestand“ im kulturmagazin 041 luzern, november 2013

beat mazenauer, kulturmagazin 041

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kritik des gedichtbandes „noch nicht nacht“ aus dem jahre 1997,

joseph bättig, neue luzerner zeitung

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portrait aus anlass der literaturtage auf der rigi.
quelle: neue luzerner zeitung


... Das Anklingen, Vibrieren und Verarbeiten existentieller philosophischer Themen im vorliegenden Gedichtband (erdbestand) macht das Erlesen zu einem intensiven, aufwühlenden und nachhaltigen Ereignis. Gerade durch Strassmanns linguistische und stilistische Reduktionen und durch die beim Leser ausgelösten Assoziationsketten schwelt der Text bis der Porzellanladen implodiert.

andré schürmann